WordPress Hosting: Welches ist das richtige für dich?

Welche Art von Hosting benötige ich für eine WordPress-Seite: Shared, dediziertes oder spezielles „WordPress Managed Hosting“? Und bei welchem Anbieter soll ich buchen? Hast du dir auch schon diese Fragen gestellt?
Die Wahl des richtigen WordPress-Hostings kann entscheidend für den Erfolg einer Website sein. Bei so vielen Anbietern auf dem Markt kann es jedoch schwierig sein, das richtige Paket bzw. den passenden Hosting-Tarif für deine Bedürfnisse zu finden. In diesem Artikel erkläre ich kurz, worauf man achten sollte.

Die verschiedenen Arten von WordPress-Hosting

Es gibt verschiedene Arten von WordPress-Hosting, darunter Shared Hosting, verwaltetes WordPress-Managed-Hosting und dediziertes Hosting (Root-Server). Jede Art von Hosting hat ihre eigenen Vor- und Nachteile, die richtige Wahl hängt von deinen spezifischen Anforderungen ab. Hier findest du Tipps zur Auswahl des passenden WordPress Hostings.

1. Shared Hosting

Shared Hosting ist die günstigste Art für das Hosting einer Website und ideal für kleine und mittlere Websites mit überschaubarem Traffic. Bei Shared Hosting kümmert sich der Hosting-Provider um die Verwaltung und Wartung des Servers. Websites sind hier relativ einfach einzurichten, man muss keine tiefgreifenden technischen Kenntnisse besitzen. Dies macht es zu einer idealen Wahl für diejenigen, die ein begrenztes Budget haben oder gerade erst mit ihrer Website beginnen.

Beim Shared Hosting teilt man sich einen Server mit einer Vielzahl anderer Kunden und deren Websites. Dies auf die Leistung und Geschwindigkeit deiner Website auswirken, insbesondere wenn eine oder mehrere der anderen Websites auf dem Server viel Traffic generieren. Die Anzahl der Kunden je Server kann je nach Hosting-Paket stark variieren: Von 20 bis 30 Kunden bis hin zu 100, 500 oder noch mehr Kunden je Server ist alles möglich, gerade bei Massen-Hostern und supergünstigen Tarif-Paketen. So steht dir also unter Umständen nur ein kleiner Teil der gesamten Serverleistung zur Verfügung. In vielen Fällen kann man das Shared-Hosting-Paket aber problemlos auf größere Tarife mit mehr Ressourcen upgraden, wenn die Website wächst. Wer aber Website mit sehr hohem Traffic oder spezifischen Anforderungen hat, für den ist Shared Hosting möglicherweise nicht die beste Option.

2. WordPress Managed Hosting

WordPress Managed Hosting sind speziell für die Optimierung der Leistung und Geschwindigkeit von WordPress-Websites konzipiert. Dies wird durch die Verwendung von schnellerer Hardware, optimierter Software und Caching-Techniken erreicht. Neben der technischen Hilfe bieten viele Managed Pakete häufig zusätzliche Vorteile wie automatische Updates, Sicherheits-Scans, WordPress-Backups und vieles mehr. Managed WordPress Hosting ist geeignet für umfangreichere Websites mit hohem Traffic, Online-Shops oder auch größere Websites von mittleren und größeren Unternehmen.

Der Hosting-Provider übernimmt hier normalerweise Aufgaben wie die Installation von Updates, die Verwaltung von Plugins und die Durchführung von Backups. So musst du dich bei Managed WordPress Hosting also nicht um die technische Verwaltung der Website kümmern. Deshalb sind Managed-Hosting-Tarife in der Regel auch etwas teurer als Shared-Hosting Pakete. Einige Anbieter bieten auch qualifizierten Support für WordPress mit an. Das bedeutet, dass man Unterstützung von Experten erhalten, wenn man Hilfe bei der Einrichtung oder Verwaltung einer WordPress-Website benötigt. Diese Services kosten aber häufig einen Aufpreis und werden gesondert abgerechnet.

Es ist möglich, dass bei Managed WordPress Hosting bestimmte Plugins und Themes nicht zur Verfügung stehen. Das kann ein Nachteil sein und zu Einschränkungen führen, wenn man ein bestimmtes Plugin oder Theme unbedingt verwenden möchte. Auch hat man dadurch weniger Flexibilität, was die Möglichkeiten zur Anpassung und Konfiguration der eigenen Website sehr einschränken kann.

3. Dediziertes Hosting / Eigener Root-Server

Die Nutzung eines eigenen Root-Servers ist die teuerste Option, bietet aber auch die höchste Leistung. Bei dediziertem Hosting verwaltest du einen eigenen Server, der nur von deiner Website genutzt wird. Dies bedeutet, dass du die volle Kontrolle über den Server hast und keine Ressourcen mit anderen Websites teilen musst. Du kannst jede beliebige Software installieren, die Konfiguration nach deinen Wünschen anpassen und die Ressourcen nach eigenen Bedürfnissen zuweisen. Dedizierte Server sind in der Regel robuster und zuverlässiger als Shared-Server und bieten eine höhere Betriebszeit. Dies ist wichtig für Unternehmen, die eine jederzeit verfügbare Website benötigen.

Allerdings ist die Einrichtung und Verwaltung eines dedizierten Root-Servers mit einem hohen Maß an technischem Know-how und Zeitaufwand verbunden und deshalb nur für sehr technisch versierte Nutzer sinnvoll. Anstatt dass sich jemand anderes um die technischen Angelegenheiten kümmert, musst du hier in der Regel alles selbst einrichten und installieren. Je nachdem, für welchen Typ von selbstverwaltetem Hosting-Service du dich entscheidest, müssen neben dem Web-Server möglicherweise auch der Mail-Server und andere technische Dienste selbst konfiguriert werden. Dazu gehört meistens auch Aufgaben wie Wartung, Updates, Sicherheit und Fehlerbehebung auf dem Server. Diese Aufgaben erfordern also die Kenntnisse und die Zeit, um einen sicheren und laufenden IT-Support zu gewährleisten.

Dedizierte Root-Server sind die beste Wahl, wenn man die maximale Kontrolle über den Server, die höchste Leistung und die höchste Sicherheit benötigt. Sie sind jedoch mit einem hohen Maß an Verantwortung und technischem Aufwand verbunden. Wer ein begrenztes Budget hat, über geringe technische Kenntnisse verfügt oder eine einfache Website betreibt, sollte besser Shared-Hosting oder Managed Hosting in Betracht ziehen.

Ein paar Tipps und Fragen zur Auswahl des richtigen Hostings

Die Auswahl des besten WordPress-Hostings hängt also in erster Linie von Deinen Bedürfnissen sowie der Größe der Website bzw. des Unternehmens oder der Organisation ab. Stell dir am besten vorab die folgenden Fragen und vergleiche verschiedene Anbieter und deren Leistungen in den unterschiedlichen Hosting-Paketen:

Bin ich technisch eher unerfahren? Falls ja, dann kommt ein Shared Hosting oder WordPress Managed Hosting infrage. Hier hängt es davon ab, was du an monatlichen Kosten ausgeben willst.

  • Wie viel kostet das Hosting und welche Vertragsbedingungen gelten?
  • Gibt es versteckte Gebühren?
  • Bietet der Hosting-Anbieter spezielle WordPress-Hosting-Lösungen an?
  • Welche Art von Support-Unterstützung bietet der Hosting-Anbieter?
  • Gibt es 24/7-Support speziell für WordPress?
  • Bietet der Hosting-Anbieter automatische WordPress-Updates und Backups an?
  • Wie hoch ist die Zuverlässigkeit des Hosting-Anbieters? Gibt es eine Uptime-Garantie?
  • Welche Art von Sicherheitsmaßnahmen werden vom Hosting-Anbieter bereitgestellt, um meine WordPress-Seite zu schützen?
  • Gibt es Einschränkungen hinsichtlich des Datenverkehrs, der Speicherplatznutzung oder der Anzahl der Besucher auf meiner Website?
  • Welche Art von Skalierbarkeit bietet das Hosting-Unternehmen für den Fall, dass meine Website wächst? Kann der Tarif bei Bedarf problemlos gewechselt werden?
  • Welche zusätzlichen Funktionen bietet das Hosting-Unternehmen, z.B. SSL-Zertifikate, Content Delivery Network (CDN) oder spezielle WordPress-Tools?

Besitze ich technischem Know-how, um einen dedizierten Root-Server zu betreiben?

  • Welche technischen Anforderungen habe ich? z.B. benötigte Prozessorleistung, Arbeitsspeicher, Festplattenspeicher und Bandbreite.
  • Benötige ich volle Kontrolle über den Server? Überlege, ob du die volle Kontrolle über den Server haben möchtest, einschließlich der Möglichkeit, das Betriebssystem, die Software und die Sicherheitseinstellungen nach deinen Wünschen anzupassen.
  • Welche Art von Support wird vom Hosting-Anbieter angeboten? Stellt der Anbieter technischen Support rund um die Uhr zur Verfügung? Gibt es Experten-Support für die Konfiguration und Verwaltung des Servers?
  • Wie ist die Netzwerk- und Server-Verfügbarkeit des Anbieters? Bietet der Anbieter ein Service Level Agreement (SLA) mit einer garantierten Verfügbarkeit an?
  • Was ist der Preis und welche Vertragsbedingungen gelten? Prüfe die Preisgestaltung und die Vertragsbedingungen des Hosting-Anbieters. Welche Kosten fallen an und welche Leistungen sind im Preis enthalten? Gibt es versteckte Gebühren oder zusätzliche Kosten für bestimmte Funktionen oder Dienstleistungen?

Schreibe einen Kommentar