WordPress automatische Updates abschalten

Seit WordPress-Version 3.7 wurde die Funktion automatische Core-Updates eingeführt. Das bedeutet, dass Sicherheitsupdates und kleinere Versionssprünge (z. B. von 3.8.0 auf 3.8.1) nun immer automatisch durchgeführt werden. Diese Auto-Update-Funktion kann bei Bedarf jedoch deaktiviert werden.

WordPress aktuell halten – warum das wichtig ist

Automatische Updates sind grundsätzlich sinnvoll, da viele veraltete WordPress-Versionen bekannte Sicherheitslücken aufweisen. Dies erhöht das Risiko für Angriffe durch Schadsoftware oder Hacker. Daher sollten WordPress selbst sowie alle Plugins und Themes regelmäßig aktualisiert werden.

Dennoch gibt es Situationen, in denen automatische Updates nicht gewünscht sind, etwa bei individuell angepassten Installationen, komplexeren Projekten oder speziellen Testumgebungen.

Datensicherung in WordPress sind unverzichtbar!

Updates sollten grundsätzlich erst nach einer vollständigen Datensicherung durchgeführt werden. Fehler während des Update-Vorgangs können im schlimmsten Fall zu beschädigten Installationen führen. Für professionelle Umgebungen, insbesondere bei Kundenprojekten, ist ein aktuelles Backup daher ebenfalls unerlässlich. Der sichere Ablauf lautet also: erst ein Backup erstellen, anschließend WordPress aktualisieren.

Im WordPress-Adminbereich stehen keine direkten Optionen zur Verfügung, um automatische Updates zu steuern. Stattdessen muss die Datei wp-config.php bearbeitet werden. Dafür ist ein Zugriff über ein FTP-Programm oder das Hosting-Backend notwendig. Vor jeder Änderung sollte also auch unbedingt eine Sicherung der wp-config.php angelegt werden.

WordPress automatische Updates abschalten – so geht’s:

Für die Steuerung der automatischen Updates gibt es drei wichtige Konstanten. Diese werden in die wp-config.php eingetragen und beeinflussen unterschiedliche Bereiche des Update-Systems.

  • DISALLOW_FILE_MODS
  • AUTOMATIC_UPDATER_DISABLED
  • WP_AUTO_UPDATE_CORE

1.) DISALLOW_FILE_MODS

Sperrt alle Arbeiten am Dateisystem. WordPress darf das Dateisystem nun NICHT mehr verändern. Das betrifft neben allen Updates auch das Löschen von Dateien oder Hochladen neuer Plugins. Es werden auch keine E-Mail-Benachrichtigungen über verfügbare Updates versendet. Alles, was in WordPress einen „Update“ oder „Installieren“-Button hat ist damit deaktiviert. Sehr starke Einschränkung – nur für Sonderfälle geeignet!

define( 'DISALLOW_FILE_MODS', true );

2.) AUTOMATIC_UPDATER_DISABLED

Deaktiviert das automatische Update-System von WordPress. Manuelles Updaten und Plugin-/Theme-Installation funktioniert aber weiterhin. Du kannst also z.B. Themes oder Plugins trotzdem noch manuell per Klick aktualisieren.

define( 'AUTOMATIC_UPDATER_DISABLED', true );

Unterschied zwischen DISALLOW_FILE_MODS und AUTOMATIC_UPDATER_DISABLED

Funktion / BereichDISALLOW_FILE_MODSAUTOMATIC_UPDATER_DISABLED
Automatische Core-Updatesdeaktiviertdeaktiviert
Automatische Plugin-Updatesdeaktiviertdeaktiviert
Automatische Theme-Updatesdeaktiviertdeaktiviert
Automatische Übersetzungs-Updatesdeaktiviertdeaktiviert
Manuelle Core-Updatesblockiertmöglich
Manuelle Plugin-Updatesblockiertmöglich
Manuelle Theme-Updatesblockiertmöglich
Plugin-/Theme-Installationblockiertmöglich
Plugin-/Theme-Löschungblockiertmöglich
Datei-Editor (Theme/Plugin)deaktiviertnutzbar
Schreibzugriff auf das Dateisystemblockierterlaubt
E-Mail-Benachrichtigungen zu Updatesdeaktiviertdeaktiviert
Einsatzgebietkomplette Sperre für Dateiänderungenautomatische Updates abschalten, manuelle Pflege weiterhin möglich

3.) WP_AUTO_UPDATE_CORE

Diese Option steuert, welche Core-Updates zugelassen sind. Sie beeinflusst nur den Kern von WordPress, aber nicht Plugins oder Themes.

// automatische WordPress Updates immer zulassen
define( 'WP_AUTO_UPDATE_CORE', true );

// Deaktivieren aller automatischen WordPress Updates
define( 'WP_AUTO_UPDATE_CORE', false );

// Nur automatische Updates für kleinere WordPress-Versionen
define( 'WP_AUTO_UPDATE_CORE', 'minor' );

Beispiel wp-config.php

Nachfolgend ein Beispiel, wie eine typische wp-config.php-Datei aussieht, bei der alle automatischen Core-Updates per WP_AUTO_UPDATE_CORE deaktiviert sind. Sicherheitsschlüssel und sensible Daten wurden entfernt.

<?php
/**
 * In dieser Datei werden die Grundeinstellungen für WordPress vorgenommen.
 *
 * Zu diesen Einstellungen gehören: MySQL-Zugangsdaten, Tabellenpräfix,
 * Secret-Keys, Sprache und ABSPATH. Mehr Informationen zur wp-config.php gibt es auf der {@link http://codex.wordpress.org/Editing_wp-config.php
 * wp-config.php editieren} Seite im Codex. Die Informationen für die MySQL-Datenbank bekommst du von deinem Webhoster.
 *
 * Diese Datei wird von der wp-config.php-Erzeungsroutine verwendet. Sie wird ausgeführt, wenn noch keine wp-config.php (aber eine wp-config-sample.php) vorhanden ist,
 * und die Installationsroutine (/wp-admin/install.php) aufgerufen wird.
 * Man kann aber auch direkt in dieser Datei alle Eingaben vornehmen und sie von wp-config-sample.php in wp-config.php umbenennen und die Installation starten.
 *
 * @package WordPress
 */

// ** MySQL Einstellungen - diese Angaben bekommst du von deinem Webhoster** //
/**  Ersetze database_name_here mit dem Namen der Datenbank, die du verwenden möchtest. */
define('DB_NAME', '........');

/** Ersetze username_here mit deinem MySQL-Datenbank-Benutzernamen */
define('DB_USER', '........');

/** Ersetze password_here mit deinem MySQL-Passwort */
define('DB_PASSWORD', '........');

/** Ersetze localhost mit der MySQL-Serveradresse */
define('DB_HOST', '........');

/** Der Datenbankzeichensatz der beim Erstellen der Datenbanktabellen verwendet werden soll */
define('DB_CHARSET', 'utf8');

/** Der collate type sollte nicht geändert werden */
define('DB_COLLATE', '');

/**
 * WordPress Datenbanktabellen-Präfix.
 *
 *  Wenn du verschiedene Präfixe benutzt, kannst du innerhalb einer Datenbank
 *  verschiedene WordPress-Installationen betreiben. Nur Zahlen, Buchstaben und Unterstriche bitte!
 */
$table_prefix  = '........';

/**
 * WordPress Sprachdatei
 *
 * Hier kannst du einstellen, welche Sprachdatei benutzt werden soll. Die entsprechende
 * Sprachdatei muss im Ordner wp-content/languages vorhanden sein, beispielsweise de_DE.mo
 * Wenn du nichts einträgst, wird Englisch genommen.
 */

define ('WPLANG', 'de_DE');
define('WP_POST_REVISIONS', 1);


// Autoupdate abschalten
define( 'WP_AUTO_UPDATE_CORE', false );

/**
 * For developers: WordPress debugging mode.
 *
 * Change this to true to enable the display of notices during development.
 * It is strongly recommended that plugin and theme developers use WP_DEBUG
 * in their development environments.
 */
define('WP_DEBUG', false);

/* That's all, stop editing! Happy blogging. */

/** Absolute path to the WordPress directory. */
if ( !defined('ABSPATH') )
  define('ABSPATH', dirname(__FILE__) . '/');

/** Sets up WordPress vars and included files. */
require_once(ABSPATH . 'wp-settings.php');

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